Recht und Fristen
E-Rechnung im B2B und B2G: Die wichtigsten Unterschiede
B2B und B2G nutzen ähnliche technische Grundlagen, unterscheiden sich aber in Empfängerprozessen, Portalen und konkreten Anforderungen.
Zuletzt fachlich geprüft: 31. Mai 2026
Kurz gesagt
B2G betrifft Rechnungen an öffentliche Auftraggeber. B2B betrifft Rechnungen zwischen Unternehmen. Beide können strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD nutzen, aber der Prozess beim Empfänger ist oft anders.
Praktischer Vergleich
| Aspekt | B2B | B2G |
|---|---|---|
| Empfänger | Unternehmen | Öffentliche Auftraggeber |
| Routing | Kunden- oder ERP-Prozess | Häufig Portal, Leitweg-ID oder Routingvorgabe |
| Fehlerfeedback | Individuell | Oft portal- oder validatorbasiert |
Warum das wichtig ist
Eine Datei kann formal strukturiert sein und dennoch beim Empfänger scheitern, wenn Routingdaten, Profil, Referenzen oder Portalvorgaben nicht passen.
Vorbereitung für Lieferanten
- Empfängeranforderungen vor dem Versand klären.
- Leitweg-ID und Käuferreferenz nicht verwechseln.
- XRechnung und ZUGFeRD getrennt testen.
- Fehlerberichte aufbewahren und systematisch korrigieren.
Praktische Checkliste
- Empfängerart B2B oder B2G klären
- Format und Profil erfragen
- Routingdaten prüfen
- Vor Versand validieren
- Ablehnungen mit Fehlercode dokumentieren
Praktischer Merksatz
B2B und B2G teilen Standards, aber nicht immer denselben Empfangsprozess.